Stehaufmännchen-Modus: Wie du im Job-Chaos stabil bleibst.

Veröffentlicht am 6. Februar 2026 um 14:38

Resilienz wird oft als „psychisches Immunsystem“ bezeichnet. Aber Vorsicht: Es geht nicht darum, alles klaglos wegzustecken oder wie ein Roboter durch Krisen zu marschieren. Es geht darum, sich nach Belastungen wieder aufzurichten – wie ein Bambus im Wind, der sich biegt, aber nicht bricht.

Resilienz ist keine emotionale Gefühllosigkeit. Es bedeutet nicht, dass dich Stress oder Kritik nicht berühren. Es bedeutet vielmehr, dass du über Werkzeuge verfügst, um nach einem Rückschlag nicht im Loch liegen zu bleiben.

Resilienz bedeutet nicht, dass man nicht hinfällt, sondern dass man schneller wieder aufsteht und weiß, wo man die Pflaster findet.

5 Tipps zur direkten Umsetzung

1. Akzeptanz: Kämpfe nicht gegen Regen

Wenn es regnet, kannst du fluchen – oder den Schirm aufspannen. Es regnet trotzdem. Akzeptiere Dinge, die du nicht ändern kannst (z. B. Umstrukturierungen im Unternehmen oder die Laune anderer). Spar dir die Energie für die Dinge, auf die du Einfluss hast.

2. Die „Opferrolle“ verlassen

Frage dich bei Problemen nicht: „Warum passiert mir das schon wieder?“ (Passiv), sondern: „Was kann ich in dieser Situation jetzt konkret tun?“ (Aktiv). Das Gefühl von Selbstwirksamkeit ist das stärkste Gegengift zu Stress.

3. Reframing: Die Kamera neu ausrichten

Versuche, einer negativen Situation einen neuen Rahmen zu geben.

  • Beispiel: Eine Absage für eine Beförderung ist kein „Scheitern“, sondern eine Chance, das Profil zu schärfen oder sich woanders umzusehen, wo dein Talent mehr geschätzt wird.

4. Soziale Tankstellen nutzen

Niemand ist eine Insel. Resiliente Menschen haben ein Netzwerk.

  • Umsetzung: Pflege Kontakte nicht erst, wenn es brennt. Ein kurzes Telefonat oder ein Kaffee mit einem Sparringspartner wirkt Wunder für die psychische Stabilität.

5. Selbstfürsorge ist kein Luxus

Dein Gehirn braucht Regenerationsphasen, um belastbar zu bleiben.

  • Umsetzung: Baue „Mikro-Erholungen“ in den Tag ein. 60 Sekunden bewusstes Atmen zwischen zwei Meetings signalisiert deinem Nervensystem: Gefahr vorbei.

Fazit: Fang klein an

Du musst nicht morgen als Zen-Meister im Büro erscheinen. Resilienz wächst durch Wiederholung. Fang mit einer Sache an – vielleicht heute mal mit dem bewussten „Akzeptieren“, dass der Drucker klemmt, ohne den Tag mental abzuhaken.

 

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