Hinter verschlossenen Türen: Warum die Unterbringung der schwerste Eingriff im Repertoire des Betreuers ist
Es ist Dienstagvormittag, 09:30 Uhr, als das Telefon auf dem Schreibtisch vibriert. Am Apparat ist die behandelnde Hausärztin. Ihre Stimme ist ernst: „Herr S., Sie müssen etwas tun. Herr M. verweigert seit Wochen jede medizinische Behandlung seiner schweren Diabetes und seiner psychotischen Krise. Er verkommt in seiner Wohnung, isst nichts mehr, ist völlig desorientiert – wenn wir ihn nicht bald in eine geschützte Umgebung bekommen, kollabiert sein Stoffwechsel endgültig.“