Das Gefühl, im Job komplett unterzugehen, ist unglaublich belastend. Es fühlt sich oft an wie ein Tunnelblick: Man arbeitet immer mehr, erreicht aber gefühlt immer weniger.
Erstmal: Tief durchatmen, du bist nicht allein
Echt jetzt, nimm mal kurz die Schultern runter. Das Gefühl, im Job komplett unterzugehen, ist unglaublich belastend. Es ist wie ein Tunnelblick: Man rödelt und rödelt, aber der Stapel wird gefühlt nur höher.
Wichtig ist jetzt: Überforderung ist kein Zeichen von Schwäche. Dein Körper und dein Kopf senden dir gerade einfach ein Warnsignal, dass das System "Arbeit" aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das passiert den Besten!
Hier ist mein kleiner "Erste-Hilfe-Plan", damit du wieder Land siehst:
1. Akute Entlastung (Dein Sofort-Programm)
Wenn die Panik klopft, probier mal das hier:
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Der "Brain Dump": Schnapp dir ein Blatt Papier und schreib alles(!) auf, was gerade in deinem Kopf herumgeistert. Wenn die To-dos schwarz auf weiß vor dir liegen, muss dein Gehirn sie nicht mehr krampfhaft jonglieren. Das senkt den Puls sofort.
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Die "Eine-Sache-Regel": Schau auf deine Liste. Was ist die eine Sache, die heute wirklich, wirklich fertig werden muss? Nur die zählt. Alles andere ist Bonus für morgen.
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Kurz mal "Raus-Zoomen": Wenn es gar nicht mehr geht: 10 Minuten Fenster auf oder einmal um den Block laufen – ohne Handy! Das bricht den Stress-Kreislauf physikalisch auf.
2. Spurensuche: Wo brennt es eigentlich?
Überforderung hat oft verschiedene Gesichter. Welches schaut dich gerade an?
Typ Was dahinter steckt
Die Menge Es ist schlicht zu viel Arbeit für zu wenig Stunden.
Das "Wie" Die Aufgaben sind zu kompliziert oder dir fehlt das richtige Werkzeug/Wissen.
Der Vibe Stress im Team oder zu hoher Erwartungsdruck ziehen dir die Energie ab.
3. Ab zum Chef (aber mit Plan!)
Du musst da nicht alleine durchboxen. Ein Gespräch mit der Führungskraft hilft meistens wunderbar, wenn man es richtig angeht:
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Lösungen statt Klagen: Sag nicht nur "Ich kann nicht mehr", sondern: "Ich habe X, Y und Z auf dem Tisch. Damit die Qualität stimmt, müssen wir Prio 1 festlegen. Was soll ich heute liegen lassen?"
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Unterstützung einfordern: Überleg dir vorher: Was würde dir helfen? Eine Deadline-Verlängerung? Dass jemand anders eine Teilaufgabe übernimmt? Wer nicht fragt, bekommt meistens noch mehr oben drauf.
4. Sei gut zu dir selbst
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Mut zur Lücke: Perfektionismus ist in solchen Phasen dein größter Feind. Oft reichen 80 % völlig aus, um den Laden am Laufen zu halten.
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Echter Feierabend: Wenn du abends noch E-Mails checkst, findet dein Kopf keine Ruhe. Handy weg, Laptop zu. Du brauchst die Regeneration, um morgen wieder fit zu sein.
Ganz unter uns: Wenn das Gefühl über Wochen bleibt und du gar nicht mehr schlafen kannst oder morgens nur noch mit Bauchschmerzen aufwachst, dann geh bitte mal zum Arzt. Kein Job der Welt ist deine Gesundheit wert.
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